Unser Flug nach Port Elisabeth ging über Johannesburg. Unsere Unterkunft in PE hatten wir aufgrund der Ferienzeit bereits vorgebucht. Das ist in der heutigen Zeit die optimale Lösung. So ist der Stress am Ankunftsflughafen easy.

So waren wir am 13.12. vor Ort um unsere Formalitäten mit Hafen, Spedition und Zoll vor dem geplanten Ankunftstermin des Land Rovers wahrzunehmen.

Die Themis - so hieß das Containerschiff - sollte am 15.12. einlaufen. Es hatte aber einen Tag Verspätung, was bei so einer Passage immer möglich oder normal ist. Der 16.12. war Feiertag in SA und so verzögerte sich die Zollabfertigung bis zum Montag. Wir haben schon festgestellt, dass manche Dinge - ähnlich wie in Europa - aber andere wiederum landestypisch sind. Aber gearbeitet wird unter normale Umständen weder in Afrika noch in Europa:-).

Wir hatten aber keine Langeweile.

Eine hervorragende Unterkunft mit überaus netten Leuten. Wir haben uns richtig mit ihnen angefreundet. Ann und Etienne haben uns viel abgenommen - wie z.B. eine Fahrt zur Spedition: Etienne ließ es sich nicht nehmen uns hinzufahren, 1 Std. zu warten bis wir unsere Formalitäten erledigt hatten und uns anschließend in eine Mall zu fahren.

So hat er uns auch die Stadt mit einem besonderen Bierlokal empfohlen. War ein super Tipp. Ein Lokal mit absoluter Atmosphäre guter Musik und guten Steaks.

Wir waren dann jeden Tag im Lokal Beershake, eine Kneipe mit 21 Zapfhähnen!

Noch ein kurzes Erlebnis am Rande: beim Empfang meiner Autoschlüssel am Zoll stellte ich erschrocken fest, dass ich den Tank- und Zusatzfachschlüssel in Bremerhafen vom Schlüsselbund entfernte. Folgerung: er war nicht da wo er sein sollte - nämlich am Schlüsselbund - sondern zu Hause irgendwo.

Aber in SA ist das kein Problem. Es hat keine 5 Minuten gedauert und ein Schlüsseldienst, den mir Ann vermittelt hatte, konnte beide Schlösser ohne Beschädigung öffnen.

Für uns hat das allerdings die Konsequenz, dass wir unser Fahrzeug lieber nicht unbeaufsichtigt stehen lassen sollten. Das könnte Folgen haben... 

Am Mittwoch den 21.12 sind wir dann zum Addo Elephant Nationalpark weitergefahren. Dieser liegt ca. 75 km nordöstlich von PE. In diesem Park sind, nachdem sie bis auf ein paar wenige dezimiert wurden, Elefanten vor der endgültigen Ausrottung geschützt worden. Mittlerweile gibt es dort wieder einen gesicherten Bestand.

Auch Büffel, Warzenschweine, Zebras und sogar ein paar Löwen sollen den Bestand sichern. Wir sind gestern Nachmittag dort eingefahren und haben einige von diesen angesprochenen Gattungen gesehen. Wir waren eigentlich zufrieden, aber kann es ohne weiteres passieren, dass einem den ganzen Tag kein einziger Elefant vor die Kamera läuft.

Wir hatten uns schon mit dem Gedanken vertraut gemacht, dass wir an diesem Tag zu den Verlierern gehören. Aber wie aus dem Nichts, tauchten sie auf. Eine Herde mit ca. 15 Dickhäutern, gemächlich, aber unaufhaltsam vor sich hintrottend. Immer Gras fressend näherten sie sich uns bis auf 20 m! Ein sehr beeindruckendes Erlebnis!

Aber auf dem Rückweg zum Gate noch ein seltsames Erlebnis: mitten auf der Strasse liegt ein Prachtkerl von einem männlichen Löwen. Scheinbar schlafend. Wir wissen aber nicht, ob er angefahren wurde, oder ob es ein anderes Problem gegeben hat. Jedenfalls hat er noch mit den Augen geblinzelt.

Heute wollen wir über den Vorfall mehr erfahren.

Wir sind auf einen wunderschönen Camp Ground in der Ortschaft Addo. Ein kleines Paradies!