22.12.

Wir haben erfahren, dass sich der Prachtkerl von Löwe in den Nachmittagsstunden gerne einen warmen Rastplatz sucht. So ist für in die aufgewärmte Teerstrasse der optimale Platz.Wir verbrachten den Tag noch auf diesem sehr schönen Campground.

Nette Bekanntschaft mit einem Paar aus München, die gut mit der Familie auwärter bekannt sind. Schöner abend.

23.12.

Heute Weiterfahrt nach Willowmore ca. 280 km. Stehen an einem Caravan-Stellplatz. Sehr windig.

24.12.

In Willowmore ist der Einstieg in das Tal der Paviane. eine Schotterpiste von 200 km führt durch die Baviaanskloof. Nach dem Kalahari -, Krüger-, und Addo Elephant National Park das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet.

Südafrikas' Weltkulturerbe durch unberührtes Gebiet - mit Bergpässen, steilen Abfahrten sowie leichten Flussdurchquerungen. Die Holländer besiedelten das Tal. Immer wieder querten Paviane unseren Weg.

Genau die richtige Eingangstour zum Kennenlernen meines Landys!

Weiterfahrt bis Jeffrey's Bay - ein Badeort und anspruchsvolles Surfergebiet.

Wir haben trotz Ferienzeit in Südafrika Glück mit einem Stellplatz. Sehr viele Plätze sind in dieser Zeit überfüllt.

Aber unser kleines Fahrzeug hat Optionen:-)...

25.12.

Weiterfahrt nach Cape St. Francis - einem Nobelbadeort am Indischen Ozean. Dort herrscht durch den schon länger anhaltenden starken Wind eine tosende Brandung.

Schöne Bilder (folgen noch)!

So steht als nächstes die bekanneste Strasse Südafrikas auf unserer Liste: die Garden Route. Die N2.Fotostop auf der Brücke über den Storms River.

Wir haben den Tsitskamme NP erreicht. Aber auch dieser ist so überfüllt, dass wir nur zu kurzen Fotostops anhalten können. Wie gesagt: es ist Ferienzeit. Jetzt sind die Südafrikaner natürlich selbst unterwegs. Wieder tolle Brandung an einem pittoresken Strand des Indischen Ozeans.

So finden wir einen schönen Camp direkt an einer Brücke, von der Bungee Jumper den weltweit höchsten Sprung in eine Schlucht springen können. Auf der einen Seite der Indische Ozean - auf der anderen diese Schlucht. Der sprung hat eine Höhe von 216 m.

26.12.

Eigentlich stand für mich am Vorabend fest, dass ich springen wollte - so fuhren wir am Morgen nochmal zum Eingang, um ein Ticket zu lösen.

Dort wurde mir dann mitgeteilt, dass die Tickets zwei Tage vor dem Sprung geordert und bezahlt sein müssen. Wir wollten gerade gehen, in Gedanken den Sprung innerlich abhackend wurde mir nachgerufen, dass soeben ein Sprung freigeworden ist!! So war ich an diesem Tag der 34. - gegen 10 Uhr vormittags.

Adrinalin in konzentrierter Dosis!!!

Weiterfahrt auf der Garden Route über Plettenberg – Knysna -George-Mossel Bay.

Die garden Route haben wir hinter uns. Wir zweigen nun ab in Richtung kleine Karoo.

Landschaftlich sicherlich eines der schönsten und abwechlungsreichsten Gebiete des Landes.

Von Mossel Bay nach Oudtshoorn auf der N12 bis Prince Albert.

Vor Prince Albert auf einem naturbelassenem Camp übernachtet. Dort wurden wir frühmorgens von einer Herde Paviane geweckt. Die Temperaturen sind am Tag so zwischen 30 – 35, in der Nacht angenehme 20 Grad. Es weht aber ständig ein Wind, der die Hitze zwar erträglich aber nicht ungefährlicher für einen Sonnenbrand macht.

27.12

Über Prince Albert, einem gemütlichen sehr sauberen Ort, mit sehr schön restaurierten Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert, gehts zum ersten Mal über den Swartbergpass. Auch dieser wurde - wie viele Pässe - vom legendären, aus Schottland stammenden Thomas Bain errichtet. 220 Strafgefangene bauten unter schwierigsten Verhältnissen eine Traumstrasse, von der man auf der Passhöhe mit einem traumhaften Ausblick bis zum Indischen Ozean auf der einen- und  auf die kleine Karoo auf der anderen Seite belohnt wird. Die 24 km lange Strecke ist auch heute noch ungeteert. 

Gegen Mittag erreichen wir die Cange Caves, eine der weltweit bekanntesten Tropfsteinhöhlen. Alles Welterbe auch der Pass.

Nach einer Führung durch dieses Naturwunder geht’s wieder auf den Swartbberg. Unmittelbar nach dem Passscheitel geht es links runter in die Hel. Wir wussten bereits vor der Reise, dass wir dort runterfahren würden. Im Reiseführer steht, dass auf dieser sehr schwierigen Strecke außergewöhnliche Fahrkünste abverlangt werden. Die Hel bedeutet in Afrikan die Hölle.

Am Anfang der Strecke noch einmal der Hinweis: "Man soll sein Leben nicht riskieren".

Auch hier wurde, wie so oft, stark übertrieben!

So haben wir unsere erste Übernachtung in der Hölle hinter uns - es gibt schlimmeres:-)!

28.12.

Früh aufgebrochen. Am Morgen sind wenige Fahrzeuge unterwegs. So kann man durchfahren und braucht bei Gegenverkehr nicht lange zu rangieren.

Es setzt leichter Regen ein. Wir fahren an dem Tag eine Tour nach, die im Reiseführer als klassische Karootour dargestellt wird.

Auf der Strecke lagen die Orte Oudtshoorn, Calitzdorp, Seweweekspoort Pass, Matjiesfontein, Montagu, Barrydale und Warmwaterberg.

Letzteres liegt unweit an der legendären Route 62, dem südafrikanischen Highway, der zeitgleich mit der amerikanischen Route 66 gebaut wurde und auch ohne weiteres verglichen werden kann.

Wir genossen das warme Heilwasser. Übernachtung direkt an einer Quelle.

29.12

Um 9 Uhr hatten wir einen Termin zu einem Interview mit Ronny in seinem Sex-Shop. 

Dieses bekannte Pub ist in jedem Reisefüher Südafrikas aufgeführt und hat seine Geschichte, die auf alle Fälle wenig mit Sex zu tun hat:-) - aber sehr viel Flair! 

Die Karro hat uns so begeistert, dass wir an diesem Tag nochmal auf anderen Strecke über 500 km abgespult haben. Überwiegend auf Sandstraßen durch Täler, Pässe und immer wieder die Route 62.

Toller Tag! Am Abend in Schwellendamm bei einem sehr sauberen Camp.

30.12.

Am Morgen stellte ich fest, dass ich am Vortag meine Fototasche in Ronnies Sex-Shop vergessen hatte. Kein wirkliches Problem. Wir fahren natürlich wieder auf anderer Strecke zurück.

Die Tasche hat auf uns gewartet. Zur Belohnung noch ein Bier und weiter gehts.

Nochmal auf die Route 62 nach Barrydale.

Hier hat Arthur Pharo - nach amerikanischem Vorbild - mit Diesel & Creme, ein Lokal wie aus einem Roadmovie erschaffen. Auch er hat uns gerne ein Interview gegeben. Sehr gute Küche und hervorragendes Bier. Ein absolutes Muß auf dieser Strecke!

So steuern wir den südlichsten Punkt des Kontinents, l Agulhas an.

Fotostop am Markpunkt, wo sich der Indische Ozean mit dem Atlantik trifft.

Ich stieg noch auf den Leuchtturm - eine gute Perspektive erfordert etwas Mühe.

Am Abend Ankunft in Hermanus, dem bekannten Ort, an dem man sehr gut Wale beobachten kann. Nach längerem Suchen haben wir den Camp "Paradiese" gefunden.

Die Wale sind zwar zu dieser Jahreszeit nicht zu beobachten, aber wir hatten vor hier ein paar Tage zu verbringen.

Schöner Camp,aber nicht ganz sicher.

31.12.

Silvester - wir lassen das Jahr ausklingen. Einkaufen, relaxen und eine Kleinigkeit trinken. Am Abend spielte in dem angrenzenden Lokal eine Liveband.

So hatten wir zum Jahreswechsel eine gute Atmosphäre. Es war viel los. Auch von ausserhalb fuhren immer wieder Fahrzeuge zur Veranstaltung.

Wir freuen uns auf ein neues Jahr - beginnend auf dieser wunderschönen Reise!