02.02.

Tanken und weiter geht’s zum Richtersvelt Nationalpark. Durch ein Wellblech zum Parkeingang Sendelingsdrift. Dieser Nationalpark birgt eine grandiose Bergwüstenlandschaft. Alle Pisten durch diesen Park zählen zu den schönsten von ganz Südafrika. Für die Fahrt zum Camp, direkt am Orange River, benötigt man 3 Std. Eine wunderschöne, wenn auch harte Allradstrecke. Am Camp de Hope waren wir total allein. Sehr heiß. Es hat die ganze Zeit tagsüber so um die 40 Grad. Aber eine total tockene Hitze. Im Schatten gut verträglich, aber in der Sonne wird es unangenehm. Sie frisst einen auf. Nachts kühlt es auf angenehme 20 Grad ab. Wir schlafen gut.

03.02.

Auf einer anderen Route, nicht weniger schön als die vom Vortag, verlassen wir am Westgate den Park. Wieder hoch bis Sendelingsdrift und setzen mit der Fähre über den Orange River nach Namibia über. Die Grenzabfertigung auf südafrikanischer Seite easy. Auf der namibianischen Seite hatten wir ein richtig unangenehmes Erlebnis: von den Beamten dort strömte uns ein gleichgültiges, unsympathisches Tun entgegen. Ich habe es sofort gespürt. Auf die Frage wo wir hinwollen, antwortete Monika spontan: "nach Namibia natürlich". Er wollte halt unsere erste Anlaufstation wissen - ist ganz legitim. Aber diese Antwort hat in nicht wirklich erheitert. Der Grenzer, der unser Fahrzeug zu kontrollieren hatte, war ein zwielichtiger Zeitgenosse. Er durch-wühlte unser Fahrzeug, als ob er möglichst viel Unordnung hinterlassen wolle. Ich wich ihm nicht von der Seite, schon mit dem Gedanken, der Mann ist nicht sauber. Vielleicht hatte er auch die Order - man weiß es nicht. Monika stand neben ihm. Der Wind ging wieder mal sehr stark. Ich ging schnell ums Auto , um eine Tür zu schließen, der wind drohte unser Auto leer zu fegen. Wie er wieder in mein Blickfeld kam, sah ich noch (war mir aber nicht hundertprozent sicher) als hätte er etwas in seine linke Tasche geschoben. Ich glaubte sogar einen Geldschein gesehen zu haben. Wir stellten ihn sofort zur Rede. Von seiner Seite kein Anzeichen von Nervosität - ein cooler Typ. Fasste langsam in seine linke Tasche, zog wie selbstverständlich einen Bündel Geldscheine heraus und behauptete, dass es sein Geld wäre. Womit er auch Recht hatte - in dem Moment, in der das Geld in seiner Tasche ist, hat der Besitz - nach seinem Rechtsempfinden - den Besitzer gewechselt.

Was tun? Die Polizei an der Grenze Namibias holen? Die sperren dich noch wegen Falschan-schuldung ein – man ist in dem Moment überfordert. Ich habs bleiben lassen, und war froh diesen Mistkerl einfach los zu sein. So fuhren wir, um knapp 200 € erleichtert, mit einem unguten Gefühl in Namibia ein.

Weiterfahrt nach Rosh Pinah, hier keinen Camp gefunden. So haben wir uns ins Four Seasons eingemietet.

04.02.

Im Reisführer werden immer wieder Routen als reizvolle, ungeteerte  Nebenstrecken durch besonders schöne Landschaften beschrieben. Solche Strecken mag ich sehr gerne.
So z.b. die Nama–Padloper Route, die als D463 zwischen Witputs und dem Fish River Canjon verläuft. Ich hatte (so schätzte ich) noch für 450 km Sprit im Tank. Die Streckenlänge mißt nach Angabe bis zur Fish River Lodge ca. 200 km. Unser Ziel war aber das Hobus Camp, das laut Karte nur einen Katzensprung Luftlinie entfernt liegt. Diese Annahme wird sich noch als falsch heraus-stellen...
Nach einer wunderschönen Fahrt bis zur Lodge, erklärte uns ein Angestellter, dass eine Durchfahrt zu unserem eigentlichen Ziel ist nicht möglich ist. Man müsse den Canjon umfahren, und das beteutet eine Fahrt von ca. 4,5 Std. Spätestens jetzt mußte ich eingestehen, daß es ein Fehler war, beim Start nicht gleich voll zu tanken. Ich schaute mir die Karte nun in aller Ruhe genau an... In diesen Karten sind auch Tankstellen verzeichnet. Aber auch kleine Orte, die, wie sich bald herausstellt, Farmen sind.
So hielten wir bei einer an, um unsere Notlage zu erklären. Zuerst kamen 4 Hunde, die Monika einkreisten. Darauf  folgte eine junge Frau mit ihren 3 Kindern. Mir imponierte das Verhalten und die Ruhe dieser Frau nachhaltig. Als erstes wollte sie den Grund, warum ich in Rosh Pinah nicht
vollgetankt hätte, wissen. Als zweites unser geplantes Ziel. Und als letztes noch den Stand auf meiner Tankuhr sehen. Sie holte wortlos einen farbigen Mann, der sicher bei der Farm
beschäftigt ist, und wies ihn an mir Diesel zu holen. Natürlich ist man gewillt, in der Notlage einen wesentlich höheren Preis für den Sprit zu zahlen. Doch sie schüttelte nur leicht den Kopf, was bei dieser Frau eindeutig war: "für Hilfe nehme ich nichts". Ganz große Klasse - das werden wir nicht vergessen. So fuhren wir noch bis Keetmanshoop. Camp bei einer Tankstelle.
 
05.02.
 
Als erstes natürlich vollgetankt. Das wird mir - so hoffe ich - nicht noch ein zweites Mal passieren. So steuern wir nun unser eigentliches Ziel , den Hobus Camp am Fish River Canjon an.
Sehr gute Piste von ca. 120 km. Der Camp ist nur 10 km vom View Point entfernt. Sind gegen Mittag angekommen und sofort zum Aussichtspunkt durchgefahren. Der Fish River Canjon ist der größte Canjon Afrikas, und nach dem Grand Canjon und dem Kupfer Canjon der drittgrößte der Erde. Der Orange River hat ihn ins Land gegraben. Hier haben wir zwei Wiener getroffen, und uns dort am Rand - mit Blick in den Canjon - mindestens zwei Std. sehr gut mit diesen netten
Menschen unterhalten. War auch mal schön und total ruhig.
 
06.02.
 
Wir verlassen den Camp zeitig. Haben heute vor bis nach Lüderitz zu kommen. Das sind gut 500 km, da wir auch noch die zweite Radloper durch die Hochebene nehmen. So kommen wir am Spätnachmittag in Lüderitz an. Hier am Atlantik ist es mit 20 Grad direkt kalt und sehr, sehr
windig. Unangenehm. Schade, da ein sehr schöner Campground. Aber der Wind. So sind wir diesen Abend schnell in unsere Koje verschwunden.
 
07.02.
 
Bei der Morgensonne, die ist noch erträglich, Kolmanskop besichtigt. Eine Geisterstadt, die sich die Wüste langsam wieder zurück holt. Von Deutschen erbaut, wie auch Lüderitz. Diese haben hier viele Spuren hinterlassen. Auch bereits zu der Zeit, schon nicht immer positive...
Noch eine Rundfahrt um die Lüderitz Halbinsel mit schönem Ausblick auf Lüderitz mit dem Diaz Kreuz an der Spitze. Supermarkt und Rückfahrt nach Klein aus Vista. Einem der schösten Camps des Landes auf einer Ranch.
 
08.02.
 
Wir bleiben noch einen Tag. Wir haben beschlossen, einen Tag in der Woche als Planungs- und
Berichtstag einzuschieben. Natürlich nur an schönen Plätzen, auch Internet soll vorhanden
sein. Heute ist so ein Tag. Am Nachmittag lernen wir Deutsche aus Ansbach kennen. Wir haben uns zum Essen in der Lodge verabredet, ein unterhaltsamer Abend auf der Veranda.
 
09.02.
 
Noch die Vorräte auffüllen. Es geht langsam Richtung Namib. Unserem nächsten Ziel nähern wir uns über c13, d707 alles Piste. So treffen wir am frühen Nachmittag in Betta, einem Camp bei einer Tankstelle ein. Heute ist es nicht nur sehr heiß, sondern auch noch schwül. Wir bleiben. Wir glauben an ein Gewitter, dass sich uns nähert- es war aber keins. Es ging so schnell, dass wir unsere Gegenstände nicht mehr wegräumen konnten. Ein Sandsturm vom feinsten. Nach 20 Min., die wir im Auto verbrachten, war der alte Zustand wieder hergestellt. Ruhe, als ob nichts gewesen wäre. Die Gegenstände, die im Freien windgeschützt gelagert waren, konnte man leicht reinigen und abspülen. Doch im Inneren unseres Fahrzeugs werden noch langfristige Spuren erkennbar sein - nur durch den kurzen Moment beim Einsteigen entstanden.

10.02.

Von Betta nach Sesriem fuhren wir wieder auf einer gute Piste. Hier gibt es einen sehr schönen staatlichen Camp, der schon im Nationalpark liegt. Er ist der beste Ausgangspunkt, für die Besichtigung von dem höchsten Dünengebiet der Erde, nach Sossusvlei. Die Menschen, die sich im Park aufhalten, dürfen morgens eine Std. früher losfahren, als die Besucher von außerhalb.

11.02.
 
So kommt man pünktlich zum Sonnenaufgang zu diesen eindruchsvollen Bildern. Die letzten 5 km sind Tiefsand, dh. Luft ablassen. Zu dieser Uhrzeit sind auch die Temperaturen noch erträglich. So verlassen wir, nachdem wir die Reifen wieder auf Normaldruck gestellt haben, um 9 Uhr Sossusvlei. Einen Kompressor führt man zu diesem Zweck mit. So fuhren wir in aller Ruhe erst mal nach Solitaire. An dem Tage war es wieder sehr heiß - ca. 40 Grad. Hier soll es laut Reiseführer einen guten Camp geben. So essen wir erst noch den bekannten Apfelkuchen im Cafe. Noch ein Bierchen, eilt ja nicht. So, und nun sehen wir uns den Camp mal an. Dieser hat, so erfahren wir nun, geschlossen. Also fahren wir weiter. Es liegen aber zwei Pässe auf unserer Route, auf die ich auf keinen fall verzichten möchte. Die bedeuten zusätzliche 200 km. Los geht’s. Zuerst der speetshoogte Pass, 1780 m hoch und mit 23 % Steigung, der zweitsteilste von Namibia. Und der mit 2334 m hohe Gamsbergpass. Es setzt Regen ein, der immer stärker wird. Für dieses Land ein Traum. Mir hat es auch super gefallen, Monika weniger. So hab ich endlich mal eine richtige Flußdurchfahrt. Auf dem Weg treffen wir auf einen Berliner, der total fest steckt. Er muß ja auch ohne Allrad diese Strecke fahren. Ich weiß nicht, was in solchen Köpfen vorgeht. So kam jedenfalls meine neue Seilwinde zu ihrem ersten Einsatz. Super Sache!
Wunderschöne Landschaft. Der Camp am Kuiseb Pass ist ebenfalls geschlossen. So sind wir gegen 19 Uhr 30 in Walvis Bay, der zweitgrößten Stadt Namibias, angekommen. Fragen im ersten Hotel, in Hafennähe nach einem Zimmer. Passt. Man konnte auch noch Chinesisch im Hotel essen. 550 km an diesem Tag, davon 450 Piste.
 
12.02.

Nach einer etwas lauten Nacht, in dem Hotel ist auch eine Bar untergebracht. Es gab lautstarke Auseinandersetzungen unweit unseres Zimmers. Swakopmund liegt ca. 30 km nördlich. Sicherlich die schönste, deutschgeprägte Stadt. Sehr sauber, mit schönen Gebäuden aus dieser deutschen Epoche. Camp etwas außerhalb in 4 Mile. Nicht ganz so toll, aber am Meer und mit einem Carport in dem man windgeschützt sitzen kann. Wir haben ein deutsches Paar, das bereits seit 25 Jahre in Namibia lebt, kennen gelernt. Deren Lebensgeschichte würde ein Buch füllen. Sehr unterhaltsam.

13.02.

In aller Früh die Permits für die Unternehmungen, die wir von hier aus angehen, gebucht. Als erstes fahren wir in den Namib-Naukluft Park, zur Welwitschia-Ebene. Hier oben ist die Pflanze, die Botaniker verzückt, beheimatet. Vom Österreicher Welwitschia Mitte des vorletzten Jahr-hunderts entdeckt, ist sie die älteste Pflanze der Erde. Wirklich schön ist sie ja nicht, aber alt. Der Weg eine richtige Wellblechpiste, da heißt es Gas geben!

14.02.
 
Für heute haben wir eine  - Living Desert Tour - (Leben in der Wüste) gebucht. Die Fahrt ging mit Landys des Veranstalters in die Namib. Alles deutschsprachige Guides und total motiviert. Diese Menschen machen ihren Job gerne. Haben es auch angesprochen. "Und dafür kriegen wir auch noch Geld" - so ihre Aussage. Man fährt mit dem Fahrzeug die Dünen entlang, plötzlich stoppen sie, fangen an im Sand zu wühlen, und siehe da - sie finden fast immer was. Sie können im Sand lesen. Man glaubt die Wüste ist heiß und trocken. Schließlich ist die Namib die regenärmste Gegend der erde. Aber dem ist bei weitem nicht so. Sie bezieht die notwendige feuchtigkeit aus den täglichen Nebeln, die vom Atlantik her reinziehen. Faszinierende Zusammenhänge. Fotos ansehen! Ich glaube, die sagen alles.

15.02.

Heute verlassen wir Swakopmund und es geht zur Haupstadt Namibias: Windhoek. Als Route wählen wir die Piste c28 über dem Bosun Pass. Durch den letzten Regen ist hier die Natur erwacht. Die 330 km lange Strecke erblüht in einem gelben Blütenmeer. Ich will mich nicht laufend mit den schönen Landschaften wiederholen, aber die Natur hier ist schon außergewöhnlich schön. In der Stadt nach einem guten Camp gefragt. Taxifahrer fragen ist immer eine gute Lösung. So sind wir auf einem sehr schönen Camp, mit dem namen Arebusch Lodge, gelandet.

16.02.

Sind mit dem Landy (nicht mit dem Bus) in die Stadt gefahren. Es gibt einen sicheren Parkplatz bei Joes Bierhaus. Bietet sich an. Von hier aus hat man nicht weit zum Zentrum, und kann alle Ziele leicht zu Fuß erreichen. Eine übersichtliche Hauptstadt. Nicht umwerfend. Das Beste ist noch Joes Kneipe:-). Haben auch das gegessen, was uns der Reiseführer empfohlen hat. Kudusteak, Fleisch von einer Antilope.

17.02.

Heute nochmal in die Stadt. Wollte meinem Landy etwas gutes tun. Der Kundendienst für dieses Fahrzeug sollte alle 20 000 km gemacht werden. Aufgrund der doch sehr hohen Beanspruchung und auch Staub, hätte ich nach nun 13 000 km das Öl wechseln lassen. Eine sehr kompetente Werkstatt. Haben mich weitergeschickt. Nicht notwendig. Gaben uns auch Adressen von Rover Werkstätten in Botswana. Zum Abschluß nochmal zu Joe. Er war zufählig da. Wir haben uns mit ihm lange unterhalten. Dieses hervorragende Lokal - steht auch in jedem Reiseführer als MUSS - hat er vor 5 Jahren an einen Investor verkauft. Er will ein neues Projekt starten und hat gerade gestern die Zusage für das notwendig Grundstück bekommen. Aber diesmal in südafrika. Ich soll aber den Ort nicht veröffentlichen, bis alles in trockenen Tüchern ist. Er glaubt, daß wir uns irgendwann in seinem neuen Lokal wiedersehen werden.

18.02.

Gegen Mittag verlassen wir Windhoek Richtung Norden. Wir steuern die älteste Guest Farm Namibias auf Düsternbrook an. Auf einem riesigen gelände kann man auf der mehrmals ausgezeichneten Farm Geparden, Leoparden sowie Nilpferde beobachten. Wir buchten zwei Touren. Kurz vor Sonnenuntergang im offenen Geländewagen zu den Nilpferden. Sie halten sich auf einem großen, von einem Damm aufgestauten See auf. Übernachtung auf dem naturbe-lassenen Camp, in unmittelbarer Nähe der Ranch.

19.02.

Am frühen Morgen eine Wanderung zu den am Vortag gesichteten Nilpferden. Das Licht am Vortag war schon nicht mehr optimal. Als ich ankam, erzeugten diese faulen Ungetüme einen Lärm und gähnten, daß es eine Freude war. Ich stellte meine Kamera auf, in der Erwartung auf gute Bilder. Wie auf Kommando lagen sie nun wie tot im Wasser ohne sich zu bewegen. So baute ich nach einiger Zeit meine Gerätschaft wieder ab. Als wollten sie mich ärgern, hörte ich im Weggehen noch die Geräusche die diese mächtigen Tiere von sich geben können. Schade. Am Nachmittag dann die Pirschfahrt zu den Geparden und Leoparden. In freier Wildnis ist die Sichtung eines Geparden nur Tierbeobachtern oder Tierfilmern mit unheimlicher Geduld möglich. Aber hier auf der Farm ist es aufgrund der eigenen Aufzucht kein Problem. Sie werden angefüttert. So sieht man sie aus nächster Nähe. Tolle Bilder und Videoaufnahmen.

20.02. - 22.02.

Heute eine längere Fahrt über Okahandja, Richtung Westen auf die b2, bei Wilhelmtal auf die c36 bis Omaruru. Von da auf die d2315 bis zur Farm Omandumba. Diese 10 000 ha große Farm wird in der 4. Generation von der deutschstämmigen Familie Rust bewirtschaftet. Der Grund für diesen Farmbesuch ist in erster Linie ein San-Dorf.

Die San, oder auch Buschmänner genannt, haben hier die gelegenheit auf dem Gelände ihre alte Tradition zu leben. Sie stellen schmuck her und zeigen interessierten Besuchern, wie früher gejagt wurde, oder die Technik des Feuer-machens. Wir buchten zwei Themen. Zum einen: das Leben im Dorf. Und ich ging mit ihnen noch auf die Jagd. War sehr informativ. Mit der Farmersfrau besuchten wir noch alte San-Zeichnungen.

23.02.

Heute geht’s erst mal wieder zurück bis Karibib und Usakos. 30 km nördlich liegt die Ameib- Ranch. Auf deren Gelände gibt es zwei Sehenswürdigkeiten. Bulls Party - bizarre, durch Erosionen enstandene Steinformationen. Mit ein wenig Fantasie kann man so manches hineininterpretieren. Aber ein Elefantenkopf ist unstrittig zu erkennen. Und zum zweiten: die zum Nationalmonument erhobene Phillips Cave. Ein Felsüberhang an dem es viele Tier- und Menschendarstellungen in Form von Wandmalereien zu sehen gibt. Am deutlichsten zu erkennen und dadurch entsprechend berühmt - der weiße elefant. Eine schöne 1,5 std. lange Wanderung. Kurz vor Sonnenuntergang war ich wieder zurück. Für Monika sind solche Unternehmungen leider zu beschwerlich. Auch wegen der großen Hitze. So muß sie sich mit meinen Bildern begnügen.

24.02.

So nähern wir uns dem Damaraland. Das ist auch - ähnlich den San - eine ursprüngliche Volksgruppe. Im Nordwesten Namibias wurde ein Gebiet von ca. 50 000 km² als Damaraland erklärt. Sie spechen eine ähnliche Klicksprache wie die San. Bevor wir unserem heutigen Ziel, den Brandberg ansteuern, machen wir noch einen Abstecher zur großen und kleinen Spitzkoppe. Das Matterhorn Namibias.

Eine kurze Wanderung zum sogenannten Pool und der Brücke. Schöne Motive. Am Spätnachmittag treffen wir am Brandberg, in der White Lady Lodge ein. Da ist auch ein Campsite angegliedert.

25.02.

Die Brandbergregion ist durch die jahrtausende alte San–Zeichnung der weißen Lady bekannt. Um zu ihr zu kommen, muß man sich einen Guide mit einem zweistündigem Fußmarsch organisieren. Ich mache das, auch wegen der wieder zu erwartenden großen Hitze, gleich am frühen Morgen. So ging ich auch als erster mit meinem Guide los. War ein großer Vorteil. So waren wir auch bei der weißen dame, die eigentlich ein Krieger mit weißen Bemalung ist, als erste. Kein Tourist am Ort ist immer gut. Die Erklärungen waren vom Inhalt, trotz meiner schlechten Englichskenntnisse, verständlich. Ein schöner Blick noch auf den Königstein mit ca. 2580 m, die höchste Erhebung Namibias auf der c35 hoch bis Khorixas, dem Verwaltungsort der Damara. Unterkunft in der Coundry Lodge auf der Campsite. Hatten in der letzter Zeit leider nicht viel Internet.

26.02.

Wir bleiben noch einen Tag, um unsere organisatorischen Dinge aufzuarbeiten.

27.02.

Es geht erst mal nach Norden, nach Kamanjab. Hier geht’s über die d2620 durch die Grootberge und dem gleichnamigen Pass. Am Ende dieser Passtrasse die Palmeag Lodge. Hier soll die Wahrscheinlichkeit auf Wüstenelefanten zu treffen relativ groß sein. Dieses Glück haben wir natürlich nicht gehabt.

28.02.

40 km südlich stoßen wir wieder auf die c39. Wir wollen wieder zum Atlantik. An der Skelettküste in Torra Bay und Terrace Bay soll es schöne Dünenformationen geben. Diese Küste ist auch ein Anglerparadies. Nach 150 km guter Piste durch den Nationalpark war die Zugangsstrasse für diese Orte geschlossen. Nur im Dezember und Januar offen, hieß es. Auf unserer Karte, auf der auch Tankstellen verzeichnet sind, ist bei Mile 105 jedenfalls deutlich eine zu sehen. Angekommen, weit und breit leider keine zu sehen. Zurück haben wir keine Chance mehr. Also fahren wir weiter, ohne ein Risiko bis Hentisbaai. Die Fahrt war schön, also keine Notlösung.