01.05.

Warten einen Tag auf dem Camp. Ein Tag wie bei der Bundeswehr - ein verlorener Tag.
Es gibt aber keine verlorene Tage.

02.05.

So, nun geht’s zu Car world. Es ist ja alles klar. Meine Hoffnung, dass die Ersatzteile schon vorbereitet in der Farbe meines Landys zur Montage bereitliegen, stellte sich schnell als falsche Hoffnung heraus. Der Chef der Firma erklärte mir unmißverständlich, dass sie erst mit der Reparatur beginnen wollen, so sie das Geld von der Regierung auf ihrem Konto haben. Mit mind. zwei Monaten sollte ich da schon rechnen!! Da vielen mir sofort wieder die Worte von dem Mann von Wildlife ein, als er sagte, die Zeit sei das Problem. Ich fragte ihn damals – System Botswana? - er lachte und deutete mit dem Finger zu mir - "Du hast es erkannt"!
Jedes Land hat sein System. Wieder bin ich froh, in Deutschland zu leben. Weiterfahrt, den Schaden mit nach Hause nehmen. Abhacken.

03.05.

Wir verlassen nun Botswana endgültig. Gehen bei Lobatse über die Grenze nach Südafrika. Bei Rustenburg zweigt der Weg ab zum Pilanesberg Game Reserve. Hier sind uns Elefanten sehr nahe ans Fahrzeug geraten. Monika liest zur Zeit den Elefantenflüsterer. Einer war dabei, der mit den ohren gewackelt, den Rüssel eingezogen und gleichzeitig mit dem Fuß gestampft hat. Es sollen Symptome von Angriffslust sein. So legt man am besten den Rückwärtsgang ein und setzt langsam zurück. So zeigt man am schnellsten seine Unterlegenheit. Camp am Rande des Nationalparks.

04.05.

Heute wieder eine längere Fahrt. Zurück nach Rustenburg, vorbei an Pretoria, Nelspruit zum Malane Gate, Krüger Nationalpark. Keine Campsite frei, also Weiterfahrt zum Crokodile Bridge Gate. Hier einen Camp gefunden. War ganz ordentlich, aber ein wenig unsicher.

05.05.

Ohne Frühstück, morgens ist die beste Zeit für die Wahrscheinlichkeit auf Tiere zu treffen, geht’s heute in den Krüger Park. Viele Tiere, aber halt wieder keine Katzen. Ich bin nun so weit, daß mir die Nationalparks egal werden. Man sitzt und fährt stundenlang, mit einem suchenden Blick und sieht nicht das gewünschte. Noch eine Übernachtung am Rande des Nationalparks.

06.05.

Wieder eine lange, aber sehr schöne Fahrt, durch abwechslungsreiches Gebiet. Ermelo, Ladysmith, bis Harrismith. Auf dem Camp haben Candalen die sanitären Anlagen demoliert. Hier übernachten wäre eine Zumutung, so haben wir uns ein Gästehaus genommen. Sehr kühle Nacht, wir sind am Rande der Drakensberge.

07.05.

Von Harrismith nach Bethlehem, über Clarens - einem schönen Touristenort durch den Golden Gate Highlands Nationalpark. Wir sind nun im nördlichen Gebiet der Drakensberge. Wunderschöne Fahrt. Gefällt mir besser als jeder andere Nationalpark. In Winterton hielten wir bei einer Schautafel, um uns einen Camp zu suchen. Es hielt ein Paar mit Kindern an, ob wir Hilfe brauchen würden. Ein Camp war auf der Tafel verzeichnet, den wollte ich ansteuern. Das hilfsbereite Paar bot sich an vorauszufahren, sie würden es gerne machen. An dem Camp angekommen sah man auf den ersten Blick, dass das vielleicht vor Jahrzehnten eine Anlage war, aber heute sicher nicht mehr. Aber unsere Helfer wussten noch einen anderen Platz, fuhren nochmals so 20 km vor uns her, kreuz und quer zu einem super Platz! Sie waren aus der Gegend und haben sich ausgekannt. Sie gingen sogar noch bis zum Eingang mit um sicher zu sein, daß was frei ist. War einfach schön.

08.05.

Eine Spazierfahrt durch die Drakensberge. Unter Anderem zum Cathedral Peak. Über Winterton nach Howik. Hier steht auch das Nelson Mandela Monument. Bei einer Polizeikontolle wurde er hier verhaftet, um dann 27 Jahre im Gefängnis zu verbringen. Ein amerikanischer CIA Agent hat in verraten. Ein sehr schönes Kunstwerk.

09.05. 

Eine Fahrt zu Sani Pass ist heute angesagt. Lt. Reiseführer nur für sehr erfahrene Allrader zu empfehlen. Ich hab mir angewöhnt nichts mehr zu glauben, was dieser Mann schreibt. Hinfahren, anschauen und vor Ort selber entscheiden. Meine einzige Sorge galt meinen Reifen. Mittlerweile bin ich 52 000 km mit ihnen gefahren. Ich hab ja aber zwei Ersatzreifen mit. Die Piste ist stellenweise steil. Hier einen Reifen wechseln? Na ja. Steigung, 1000 m auf 6 km. Die Piste hatte ein paar wenige Problemzonen, aber wieder stark übertrieben. Es ist der einzige Grenzübergang nach Lesotho, in den östlichen drakensbergen. Oben ist es kalt oder sehr kalt. Aber wir wurden mit einem sehr schönen Ausblick und dem höchstgelegenem Pub Afrikas belohnt. Das Guinness schmeckt hier besonders gut:-). Die Reifen haben es auch überstanden.

10.05.

Fahrt über Moon River, greytown, Kwa Dhkuza nach St. Lucia.

11.05.

Von hier aus noch ein letzter Versuch einen Löwen zu sehen. Wir besuchen das Infolozi Game Reserve. Den ältesten Nationalpark Südafrikas. Es blieb beim Versuch. Viele Tiere, aber keine Katzen. Wir hatten den Park bereits verlassen. Monika besuchte die Damentoilette. Es standen schon einige Damen vor der Anlage. Sie kam zurück, weil die Toilette gesperrt war. Noch vor wenigen Minuten hat sich ein Löwe in die Toilette verirrt! Da können wir ja keinen im Park sehen, wenn sie mittlerweile auf die Damentoilette zum pinckeln gehen:-)!! Weiterfahrt nach Richards Bay.

12.05.

Auf der Strecke nach Salt Rock noch ein Abstecher zu einem Zulu Schaudorf. Keine Filmaufnahmen erlaubt, so fuhren wir bis Salt rock.. die beste Anlaufstadion für den Besuch von Durban. Es beginnt stark zu regnen. Man kann sich hier im zur Anlage gehörendem Hotel aufhalten. War bei dem Wetter von großem Vorteil.

13.05.

Erster Besuch von Durban. Eine Großstadt. Gut ins Zentrum gekommen, aber Parkplatz für einen Landy fast unmöglich. Wir sind zu hoch für die Parkhäuser. Durch Zufall sah ich eine größere Anlage mit einigen wenigen Fahrzeugen drauf. Bewachter Parkplatz für Fahrzeuge von Behörden und Firmen, aber nicht öffentlich. Nach anfänglichem Zögern und Darstellung unseres Problems war es möglich. Und wir dürfen wiederkommen. Durban ist unsere letzte große, aber wichtige Anlaufstelle vor unserem Verschiffungshafen Port Elisabeth. Ein dreistündiger Spaziergang zur groben Orientierung. Reichte fürs erste.

14.05.

Sehr starker Dauerregen. Wir hielten uns den ganzen Tag im Hotel auf. Vom Frühstück bis zum Abendessen. 

15.05.

der Regen wird nicht leichter. Mittlerweile hat es 150 ltr auf den Quadratmeter geregnet.

16.05.

Wieder Fahrt nach Durban. Besuch des quirligen Victoriamarket. Hier gibt es außergewöhnliche Dinge zu bestaunen. Der Ort ist sehr von den indischen Bewohnern geprägt. Gewürze aller Art, und Pulver, die Krankheiten und Gebrechen heilen sollen. Kunsthandwerk und viele Dinge mehr. Ein Markt aus einer anderen Welt. Es gibt keinen Besuch dieser Stadt, ohne eines der vielen Restaurants aufzusuchen, in denen es die beste indische Küche zu erleben gilt. Das beste Curry in allen Variationen.

17.05.

Noch eine Fahrt zum Thula Nationalpark. Hier hat Antony Lawrence, der den "Elefantenflüsterer" schrieb, einen Park gegründet, in dem gefährdete Elefanten ein Zuhause fanden und finden. Eine Besichtigung war allerdings leider nicht möglich, da die Führungen über Tage vorher ausgebucht waren.

18.05.

Nochmal nach Durben um das bekannte, zur WM erbaute, Fußballstadion zu besichtigen. Wir buchten den Weg über das Stadion. Über 500 Stufen hoch, hinein den Bogen, bieten einen tollen Blick über diesen Ort.

19.05.

Heute ein Besuch des Shaka Marine World. Ein in ein altes Schiffswrack integriertes Aquarium. Dies ist mit 17500 cbm das größte Afrikas. Hier könnte man sich Tage aufhalten.

20.05.

Wir bekamen die Nachricht, daß die Reederei überraschend noch einen Platz für mein Fahrzeug hätte. So ein Angebot nimmt man an. Der Grund - keine Reinigungsarbeiten, auch die Zollkontrolle ist easy. Nochmal ein langer Tag mit über 700km. Ankunft spät abends im East London Camp Beacon Bay.

21.05.

Fahrt nach Colchester, Algoa Bay. Letzter Camp.

22.05.

Fahrt zur Spedition in Port Elisabeth. Alles geregelt und alle Rormalitäten abgewickelt. In unsere Unterkunft in Port Elisabeth eingecheckt. Die gleiche Bleibe wie zu Beginn der Reise, fühlten uns hier wohl. So verbrachten wir die Tage bis zu unserem Abflug am 26.05. als erholsamen Ausklang. Der Kreis hat sich geschlossen.